Pfaohlenstein


Steinkreis Steinkreis
 
GPS Koordinaten 52° 33.475' N
7° 44.544' E
 
nächster Ort Bippen
 
Menschen mit Behinderung für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar

Abbildung zu Pfaohlenstein

Dieser, nicht leicht zu findende, Stein liegt in einem Kiefernwald am Pfaohlenberg, wo einst kahle Heide gewesen sein soll.

Abbildung zu Pfaohlenstein
Abbildung zu Pfaohlenstein

Pfaohlenstein
Heidnischer Kultstein am Fuße des Pfaohlenberges. Dieser Stein war ursprünglich von einem Kreis kleinerer Steine umgeben. Der Germanische Gott Pfaol wird in den Merseburger Zaubersprüchen erwähnt.

Abbildung zu Pfaohlenstein

Stein des ehemaligen Steinkreises. Die meisten anderen Steine wurden für ein Kriegerehrenmal abgefahren.


Bockraden Dalum Deuvels Brotschapp Hekese B Hekese A Hexentanzplatz Klein Bokern Meyer Näpfchenstein Pfaohlenstein Restrup Teufelsstein Landkarte zu Pfaohlenstein
  • Bippen
    www.bippen.de
  • Samtgemeinde Fürstenau
    www.fuerstenau.de
  • Landkreis Osnabrück
    www.lkos.de


Anfahrt

An der Straße von Schwagstorf Richtung Bippen, Maiburg (L102, Maiburgstraße). Von Schwagstorf aus hinter dem Hofdiener Weg links im Wald am Feldrand. Es führt kein direkter Weg dorthin ...
Wanderparkplatz am Hofdiener Weg.

In der Nähe:
Hexentanzplatz (Osnabrück)0.68 km,148°(SO)
Deuvels Brotschapp (Osnabrück)0.86 km,152°(SO)
Großsteingrab Dalum (Osnabrück)0.99 km,198°(SW)
Teufelsstein (Osnabrück)1.04 km,93°(O)
Steingrab Klein Bokern (Osnabrück)2.45 km,150°(SO)
Restruper Näpfchenstein (Osnabrück)2.87 km,50°(NO)
Restruper Großsteingrab (Osnabrück)2.87 km,50°(NO)
Hekese Grab B (Osnabrück)4.30 km,35°(NO)
Hekese Grab A (Osnabrück)4.32 km,34°(NO)
Hünengrab Bockraden (Osnabrück)5.18 km,51°(NO)
Großsteingrab Börstel (Osnabrück)9.79 km,338°(NW)
Großsteingrab Rickelmann II (Osnabrück)11.89 km,130°(SO)
Großsteingrab Meyer (Osnabrück)12.01 km,128°(SO)
Großsteingrab Reincke (Osnabrück)12.07 km,129°(SO)
Großsteingrab Rickelmann I (Osnabrück)12.19 km,130°(SO)
Steingräberweg Giersfeld ()12.19 km,130°(SO)
Großsteingrab Grumfeld-West (Osnabrück)12.45 km,131°(SO)
Großsteingrab Grumfeld-Ost (Osnabrück)12.66 km,130°(SO)
Hünensteinfest (Emsland)14.16 km,256°(SW)
Großsteingrab im Alt-Frerener Forst (Emsland)14.22 km,245°(SW)
Wiemelsberger Steine (Osnabrück)14.47 km,146°(SO)
Matthiesings Opferstein (Osnabrück)14.90 km,142°(SO)
Großsteingrab Lintern (Osnabrück)15.47 km,147°(SO)
Großsteingrab in der Kunkenvenne (Emsland)17.00 km,250°(SW)
Großsteingrab Evenkamp (Cloppenburg)17.97 km,350°(N)
Großsteingrab Werwe (Cloppenburg)18.37 km,352°(N)
Großsteingrab auf dem Radberg bei Langen (Emsland)19.55 km,256°(SW)
Die Hünensteine (Cloppenburg)19.81 km,(N)


Der zweite Merseburger Zauberspruch

Wodan (Wotan, Odin) gelingt die Heilung Balders (Baldur, Phol, Fol, Vol, Pfaohl) Fohlen, nachdem die anderen Begleiter eine Heilung vergeblich versucht hatten:

Phol ende Uuôdan uuorun zi holza.
Dû uuart demo Balderes uolon sîn uuoz birenkit.
thû biguol en Sinthgunt, Sunna era suister,
thû biguol en Frîia, Uolla era suister;
thû biguol en Uuôdan sô hê uuola conda:
sôse bênrenkî, sôse bluotrenkî,
sôse lidirenkî:
bên zi bêna, bluot zi bluoda,
lid zi geliden, sôse gelimida sin!

Phol und Wodan ritten in den Wald.
Da ward Balders Fohlen der Fuß verrenkt.
Da besprach ihn Sinthgunth und Sonna, ihre Schwester,
Da besprach ihn Frija und Volla, ihre Schwester;
Da besprach ihn Wodan, wohl, wie (nur) er es konnte:
"Sei es zur Beinverrenkung, sei es Blutverrenkung,
sei es Gliedverrenkung:
Bein zu Bein und Blut zu Blut,
Glied zu Glied, als ob geleimt sie wären!"

  • Balder: Sohn Wodans und Frijas, Licht- und Frühlingsgott, Gott der Schönheit, Weisheit und Gerechtigkeit. Feind allen Unrechts.
  • Frija (Frigg): Wodans Frau, Göttin der Fruchtbarkeit, Begierde und der Liebe, Schutzgöttin des Lebens und der Ehe
  • Sinthgunt (Nott): Göttin der Nacht
  • Sunna (Dag): Gott des Tages, Sohn der Sinthgunt
  • Volla (Fulla): Schatzhüterin und Botin der Frija
  • Wodan (Odin): Oberster der Götter, Herrscher der Welt und der Menschen, Allvater

Die Merseburger Zaubersprüche gelten als einzige überlieferte Germanische Zaubersprüche mit heidnischem Inhalt. Sie wurden 1841 in der Bibliothek des Merseburger Domkapitels vom Historiker Dr. Waitz in einer aus dem 9.-10. Jahrhunderts stammenden theologischen Schrift gefunden. Die Zaubersprüche bestehen aus einem einleitenden und einem erzählenden Teil, denen die eigentliche Zauberformel folgt. So wie es früher schon einmal vorkam, so wird es auch jetzt wieder geschehen.


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