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Teufelssteine und Hexentanzplatz

Megalithen im Osnabrücker Land

Im norddeutschen Raum findet man sie fast überall: Großsteingräber. Tonnenschwere Kolosse berichten aus einer vergangenen Zeit. Diese 5000 Jahre alten Bauwerke aus der Jungsteinzeit liegen in einem Gürtel, der sich aus dem Osten der Niederlande, über Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zieht. Den Forschern zufolge sollen diese gut 1000 Großsteingräber als Grabstätten oder Beinhäuser für ganze Sippen gedient haben. Verschiedene Grabbeilagen in den Bauwerken lassen darauf schließen.

Die Teufelssteine in Osnabrück

Während der letzten großen Eiszeit schob sich ein kilometerdicker Eispanzer aus Skandinavien Richtung Süden. Die Bennenung der Eiszeiten geschieht nach den Flüssen, bis zu denen sie vordrangen. Zuständig für die vielen großen Findlinge im Osnabrücker Land ist die Saale-Eiszeit, die vor etwa 230.000 bis 130.000 Jahren ihre Gletscher bis zum Sauerland trieb. Mit im Gepäck dieser Eismassen war reichlich Schutt und teilweise auch riesige Steine, die in die Tundralandschaft Norddeutschlands transportiert wurden. Nachdem sich das Klima erwärmte und das Eis abschmolz, blieben diese aus schwedischen und finnischen Gebirgen stammenden Gesteinsriesen als stumme Zeugen der letzten Eiszeit zurück.

Spätere, kleinere, Gletschervorstöße formten die Höhenzüge im nördlichen Landkreis. Der schon vorhandene Schutt wurde zum Beispiel zu den bis zu 140m hohen Ankumer Bergen aufgetürmt. Aber auch die Dammer Berge sind solche eiszeitlichen Endmoränen.

Meistens handelt es sich bei den Findlingen um Granite. Durch deren Zusammensetzung kann man heute auf das Ursprungsgebiet der teilweise tonnenschweren Findlinge zurückschließen.

Noch vor dem Bau der ägyptischen Pyramiden nutzen die Menschen die Megalithen (aus dem Griechischen mega = groß, lithos = Stein) für ihre Zwecke und errichteten Bauwerke, stellten einzelne Steine, Steinalleen und Steinkreise auf. Dieser Kult in Europa stammt vermutlich von der iberischen Halbinsel und wurde über Frankreich bis nach Skandinavien und Polen verbreitet. Aber auch aus Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sind Megalithbauten bekannt. Die bekanntesten Megalithbauten sind wohl die Steinreihen von Carnac (Bretagne) oder die Steinkreise auf den britischen Inseln, hier insbesondere Stonehenge in England. So unbekannt, wie Obelix einen Hinkelstein mit sich trägt, so unbekannt sind häufig auch Funktionsweise und Gründe für das Errichten der Megalithbauten. Auch beschäftigt natürlich die Frage, wie die Menschen vor tausenden Jahren diese gewichtigen Findlinge bewegen und oft über viele Kilometer transportieren konnten.

Steinzeitmenschen im Hünengrab-
museum in Borger (NL)

Allgemein wird der Übergang von der Jäger- und Sammlerzeit zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchtern mit dem Beginn der Jungsteinzeit gleichgesetzt. Dieser Prozess fand aber in den verschiedenen Teilen Europas zu unterschiedlichen Zeiten statt. In Nordwestdeutschland werden die Megalithbauten der Trichterbecherkultur zugeordnet, benannt nach der typischen Form der Tongefässe dieser Menschen. Die Trichterbecherkultur umfasst einen Zeitraum von etwa 4300 - 2800 v. Chr.

Weitgehend unbeachtet von den Steinkreisen Irlands und Großbritanniens, von den Steinalleen, Menhiren und Dolmen der Bretagne, fristen die meisten heimischen Megalithbauten ein stiefmütterliches Dasein. Jedoch stehen die Hünengräber Nordwestdeutschlands an Imposanz und Größe oft nicht denen der westlichen Nachbarn nach.

Steinreihen bei Carnac, Bretagne

Viele kluge Leute haben sich schon seit Jahrhunderten den Kopf darüber zerbrochen, wie denn diese riesigen Felsbrocken bewegt und übereinandergeschichtet wurden. In früheren Zeiten stand fest, dass es nur Riesen, also Hünen, gewesen sein könnten. Aber auch im Winter, wenn der Boden hart gefroren und Schnee und Eis das Land bedeckten, hätte man die Steine gut vorwärts bewegen können. Ebenso waren Rundhölzer eine Idee, auf die der Findling gestellt und wie auf Rollen vorwärts bewegt wurde.

Auch den Lingener Architekten Hermann Büscher drängte die Frage. So entschloss er sich vor einigen Jahren in einem Experiment die Vorgehensweise herauszufinden. Die bisherigen Theorien wurden aufgegriffen und umgesetzt. Der erste Versuch scheiterte jedoch schon gleich daran, dass keine Riesen gefunden wurden, die die Steine tragen konnten. Der zweite Versuch, einen acht Tonnen schweren Findling über gefrorenen Boden zu ziehen, scheiterte ebenfalls. Jede noch so kleine Baumwurzel im Boden war ein unüberwindbares Hindernis. Man kann es aber nicht als Fehlschlag deuten, immerhin wusste Büscher nun, wie die Steine auf keinen Fall transportiert wurden.

Experiment am Saller See, Emsland

Im Jahre 2000 machte er sich auf, das Experiment mit Rollhölzern zu wiederholen. Aber auch hier war kein durchschlagender Erfolg zu verbuchen. Um einen 5,6 Tonnen schweren Hünenstein vorwärts zu bewegen, wurden 10 Leute benötigt. Den Stein um eine Kurve zu ziehen war so gut wie unmöglich. Ein Jahr später folgte dann wiederum das nächste Experiment. Büscher errichtete am Saller See, westlich von Fürstenau, eine Hünensteinrollbahn. Der vorgesehene Transportweg wurde mit Holzschienen ausgelegt und ein 10 Tonnen wuchtiger Findling ruhte auf einem Schlitten. Wie im vorhergehenden Experiment sollte die Last nun mittels Rollhölzern auf den Schienen vorwärts bewegt werden. Im Rahmen eines Hünensteinfestes wurde allerlei lokale Prominenz aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Unterstützt von der Lengericher Feuerwehr ergriff die erste Gruppe die Zugseile und mit einem kräftigen "Hau Ruck" setzte sich der Schlitten in Bewegung. Der riesige Findling wurde so schnell, dass die Feuerwehr kaum mit dem Nachlegen der Rollhölzer nachkam. Wie kinderleicht der Megalith nun zu bewegen war, bewies später auch noch eine Gruppe junger Schüler. Dieses erfolgreiche Experiment zeigte, wie die tonnenschweren Steine bewegt werden konnten.

Trichterbecher (Hunebedcentrum Borger)

2003 bewiesen dann noch die Lingener Schülerinnen Katharina Albers und Daniela Vieth im Rahmen des Projektes "Jugend forscht", dass Lederseile aus Kuhhaut durchaus die ausreichende Zugkraft haben, um einen 10 to Findling über die Hünensteinrollbahn zu ziehen.

Um die die Decksteine auf Trägersteine zu legen, wurde vermutlich die Kammer von außen und von innen mit Erde angefüllt und die Decksteine mit Hebeln und Rollhölzern auf die Träger geschoben. Als alle Decksteine an ihrem vorgesehenen Platz lagen, wurde die Kammer von innen wieder ausgegraben.

Bodenaufbau in einem Hünengrab

Trotz einiger Sonderformen haben die Großsteingräber im Osnabrücker Land typische Merkmale aufzuweisen. Die meisten Bauwerke sind eine sogenannte "Emsländische Kammer". Das typische daran sind die nahezu West-Ost ausgerichteten Steinkammern, die einen Eingang im Süden haben. Eine Kammer besteht aus mehreren hintereinander aufgestellten "Jochen", ein Joch besteht aus drei Steinen, aus zwei sogenannten Wandsteinen und einem quer aufgelegten Deckstein. An den Enden im Westen und im Osten verschließt jeweils ein Abschlussstein die Kammer. Die Lücken und Ritzen wurden mit mörtellosem Mauerwerk oder einfach Gesteinsbrocken verschlossen. Der Boden dieser Kammern wurde mit einer Art Kopfsteinpflaster ausgelegt. Den Zugang zum Eingang bildeten wiederum ein bis mehrere Joche. Um die Kammer wurde ein ovaler Steinkranz angelegt, da die Steinkammern der Hünengräber mit Erde überschüttet wurde, sollte somit wohl ein Abrutschen der Erdmassen verhindert werden.

Zwischenräume wurden mit mörtellosem
Mauerwerk verschlossen

Dabei ist noch unklar, ob das Hünengrab ganz mit Erde überschüttet war oder ob die Decksteine freigelassen wurden. Hier sind die Experten unterschiedlicher Meinung. Um anderen Sippen zu zeigen, welche mächtigen Findlinge für das Bauwerk benutzt wurden, könnten die Decksteine sichtbar gewesen sein.

Die Länge dieser Steinkammern variieren von Bauwerk zu Bauwerk. Die Breite liegt jedoch bei den meisten Steingräbern der Region bei etwa zwei bis drei Metern. Die Einfassung kann jedoch ein Vielfaches größer sein. Die längste Anlage in Norddeutschland ist der "Visbeker Bräutigam", eine Autostunde von Osnabrück entfernt im Oldenburger Land direkt neben der Autobahn A1 etwa in Höhe des Wildeshausener Dreiecks. Die Einfassung dieses Hünengrabes weist stolze 104m auf, während die Kammer nur 6m lang ist. Jedoch ist der Visbeker Bräutigam in einer anderen Bauart angelegt worden, ein sogenanntes Hünenbett. Die Einfassung ist nicht oval, sondern rechteckig und mit zum Teil beeindruckend mächtigen Findlingen errichtet worden.

Rekonstruiertes Großsteingrab in Groß Berßen

Unter astronomischen Gesichtspunkten sind einige Heimatforscher der Meinung, dass die Hünengräber auf den Punkt der Sommersonnenwende ausgerichtet wurden. Der Tag der Sommersonnenwende ist der längste Tag im Jahr. Dass nicht alle Bauwerke die gleiche Richtung haben, liegt an der Beschaffenheit der Flora oder des Geländes. Je mehr die Sicht zum Horizont versperrt ist, durch Wälder oder Hügel, desto weiter südlicher geht die Sonne unter. Dass der Eingang der Kammern im Süden liegt, könnte aus den religiösen Vorstellungen der damaligen Menschen herrühren. Während der Norden kalt ist und für den Tod steht, ist der Süden warm und assoziiert das Leben.

Die Hünengräber wurden als letzte Ruhestätte für die Gebeine der damaligen Bevölkerung benutzt, ob dieses auch der ursprüngliche Grund zur Errichtung dieser Bauwerke war, ist unbekannt. Angeblich soll nirgends ein vollständiges Skelett eines Menschen gefunden worden sein, jedoch wohl einzelne menschliche Knochen. Die Forscher sagen, das liege am kalkhaltigen Boden unserer Region, der es unmöglich macht, dass bis in die heutige Zeit Knochen erhalten blieben. Auch könnte es möglich sein, dass die Verstorbenen bis zum völligen Zerfall außerhalb der Kammern aufgebahrt wurden, auf speziellen Gestellen, in Bäumen oder einfach auf dem Boden. Dann wurden nur die Knochen in den Kammern beigesetzt, wobei die Knochen nach Schädeln, Lang- und Kurzknochen sortiert wurden. Unbestreitbar ist jedoch, dass die Hünengräber als letzte Ruhestätte über Generationen gedient haben. Häufig fanden Archäologen Keramiken der Trichterbecherkultur, aber auch Steinäxte, Pfeilspitzen oder Bernsteinscheiben und -perlen, die als Grabbeilagen gedeutet werden.

Die Hünengräber, aber auch einzelne markante Steine, sind häufig mit alten Sagen bedacht, deren Ursprung in der Christianisierung des Landes gefunden werden. Die Menschen sollten abgehalten werden, diese alten heidnischen Orte aufzusuchen und wurden darum mit dem Teufel oder mit Hexen in Verbindung gebracht. Trotzdem sagt man den Hünengräbern nach, dass in früherer Zeit jung vermählte Frauen des Nachts nackt von den Hünensteinen gerutscht sind, um den Kinderwunsch zu fördern.

Eine der bekanntesten Sagen ist die Sage zu den Karlsteinen (auch Schluppstein), eine Gruppe von zwei Hünengräbern, an der Oldenburger Landstraße in Osnabrück- Haste:

Großer Karlstein in Osnabrück-Haste

Kaiser Karl hatte die Sachsen besiegt. Im Ohne (Haine) hatten die Germanen eine große Opferstätte. Sie bestand aus einer mächtigen Steinplatte. Aber alles Bemühen, die Opferstätte mit Feuer und Eisen zu zerstören, blieb erfolglos. Als Kaiser Karl zu gleicher Zeit aber noch hörte, Widukind sammle ein neues Heer, wurde er völlig mutlos. Er ließ vom Stein ab und fasste sogar den Entschluss, mit seinem Heer abzuziehen. Da ermahnten ihn sieben Brüder, doch auf Gottes Beistand zu vertrauen. Gegenüber vom heidnischen Opferstein errichteten sie den ersten christlichen Altar in unserer Gegend. Dort knieten sie nieder und flehten Gott um Hilfe an. Kaiser Karl war jedoch weiter ohne Hoffnung und sagte, indem er mit seiner Reitgerte auf den Opferstein schlug: "Ebenso wie ich diesen Stein nicht brechen kann, werde ich auch den Nacken der Sachsen nicht beugen!" Kaum hatte er diese Worte gesprochen, da zersprang die Steinplatte in drei Stücke. Alle sahen dies als Zeichen des Himmels an und vertrauten auf Gott, dass er seine Diener im Kampf nicht verlassen werde.

Die Karlsteine, besonders der "Große Karlstein", sind eine der bekanntesten Großsteingräber in Deutschland. Jeder Schüler in unserer Region wird wohl von der Legende und von den Karlsteinen in der Schule gelernt haben. Es gibt noch weitere Besonderheiten zu den Karlsteinen: dieses Hünengrab wurde nicht aus eiszeitlichen Findlingen errichtet, sondern die tonnenschweren Steinplatten wurden aus dem Piesberg herbeigeschafft. Die Ausrichtung des Bauwerkes stimmt jedoch mit den anderen Hünengräbern des Landkreises überein. Die Kammer hat Innenmaße von 8 x 3m. Leider ist dieses Denkmal weder mit einem Hinweisschild noch mit einem Wegweiser bedacht.

Zwar wird vermutet, dass nur noch etwa 5 bis 10% der einmal bestandenen Megalithanlagen heute noch existieren, es gibt aber etliche Anhänger der Theorie, dass die Megalithbauten an besonderen Orten errichtet wurden. Viele der jungsteinzeitlichen Anlagen sollen auf Leylinien gebaut worden sein oder an Orten, die sich durch eine intensive Erdstrahlung auszeichnen.

Marschierten Römer
auf Leylinien?

Leylinien seien Energiebahnen, die unseren Planeten wie Meridiane umspannen und Städte, Kultplätze und auch alte Kirchen miteinander verbinden. Die Energie fließe auf den zumeist gradlinigen Bahnen, die bis zu mehrere hundert Kilometer lang sein können. Jede Leylinie hätte einen Beginn und ein Ende. An dieser Stelle fließe (kosmische) Energie entweder in die Erde oder aus ihr heraus. Beispiele solcher Krafttorte sollen die ägyptischen Pyramiden, Stonehenge, die Externsteine bei Detmold oder die Errichtungsorte von megalithischen Bauwerken sein. Die Römer sollen ihre langen geraden Straßen entlang von Leylinien gebaut haben. Somit hätten sie auf längeren Märschen noch zusätzlich Energie bekommen. Auch Handelswege sollen auf Leylinien entstanden sein. Der Engländer Alfred Watkins untersuchte Anfang des 20. Jahrhunderts die Leylinien. Wenn man solche Orte besucht, könne man diese feinstofflichen Energien mittels einer Wünschelrute erfassen. Auf einer Landkarte kann man diese Orte durch gerade Linien miteinander verbinden - Leylinien. Jedoch können die Leylinien durch menschliche Einflüsse, z.B. große Betonbauten, unterbrochen werden. Die Leylinien trügen viel Lebensenergie in sich, dort wo sie fließt, werden die Menschen inspiriert, das Wachstum von Flora und Fauna gefördert. Insbesondere Steinsetzungen könnten dies unterstützen. Obwohl diese Ansichten vom überwiegenden Teil der Fachwelt abgelehnt werden, konnte diese Theorie viele Anhänger finden.

Großsteingrab Bockraden: die
Decksteine wurden etwa 1910 gesprengt
und zum Straßenbau benutzt

Von den gut 30 bekannten Großsteingräbern im Landkreis und der Stadt Osnabrück sind nur wenige in einem besuchenswerten Zustand. Im Osnabrücker Zoo wurde eine Replik einer schon zerstörten Anlage aus dem Stadtgebiet errichtet. Wiederhergestellte Steingräber in der Umgebung sind im Emsland, bei Groß-Berßen und im Oldenburger Land, bei Kleinenkneten, zu finden.

Viele Großsteingräber sind mit Beginn der Christianisierung verteufelt worden und wurden zerstört, andere Megalithen fielen vielfach dem Häuser- und Straßenbau zum Opfer oder wurden für diese als Baumaterial genutzt. Die Situation im Landkreis Osnabrück ist aber seit etwa hundert Jahren fast unverändert. Etliche Heimatvereine kümmern sich rührig um den Fortbestand dieser Zeugen aus grauer Vorzeit. Nur durch Vandalismus scheinen die geschichtsträchtigen Steine noch gefährdet zu sein, so "zierten" beispielsweise die Karlsteine längere Zeit Graffity-Sprühereien. Auch das Müllproblem und dessen mangelhafte Beseitigung wird sicher keinen Leser ernsthaft wundern, setzt aber für den Besucher die Qualität des Ortes deutlich herab.

Hekeser Steine

Das Hekeser Großsteingrab besteht eigentlich aus zwei Großsteingräbern. Die mit beeindruckenden Findlingen gebauten Kammern sind 19 bzw. 20m lang. Die beiden Bauwerke sind durch eine Steinreihe verbunden, die der Archäologe Ernst Sprockhoff als "Alignement" und Prof. Ostenhoff als "Allee Couvertee". bezeichnet. Diese Bauformen kommen sonst nur in der Bretagne vor, sind dort jedoch wesentlich stattlicher als in Hekese. Die Anlage befindet sich an der Verbindungsstraße von Restrup nach Kettenkamp, ein Parkstreifen ist direkt an den Hünensteinen vorhanden.

Hekeser Steine
Näpfchenstein und Restruper Großsteingrab

Unweit der Hekeser Steine an der Straße von Bippen nach Eggermühlen befindet sich das Restruper Großsteingrab. Neben diesem Großsteingrab wurde ein Schalenstein (Der Duevelsstein) aufgestellt. Es ist nicht der eigentliche Fundort dieses Steines. Schalensteine sind heidnische Kultsteine, deren Bedeutung für uns verschlossen ist, aber an Deutungen mangelt es nicht. Forscher gehen davon aus, dass ein Näpfchen pro Sippe in den Stein gemeißelt wurden. Im Restruper Näpfchenstein befinden sich 66 Vertiefungen mit drei bis fünf Zentimeter Durchmesser. Weitere Deutungen für die Schalen sind: es könnte sich um einen Dorfplan handeln oder um eine astronomische Sternenkarte. Der Mahlstaub des Granitfindlings könnte zur Behandlung gegen Krankheiten benutzt worden sein (so was kennt man auch als "Wetzstein" von Kirchen) oder der gesamte Megalith als Neutralisator gegen Strahlungsenergien (z.B. Erdenergien). Auch als Opferstein wurden schon solche Schalensteine gedeutet, in dem Fette, Öle oder Kräuter in die einzelnen Vertiefungen eingebracht wurden - und natürlich der Teufel:

Näpfchenstein von Restrup

Wo früher mitten im Esch der Teufelsstein lag, ist es auch heute noch nicht geheuer. An ihm ging ein Fußpfad nach Döthen entlang, der bei anbrechender Dunkelheit gemieden wurde.

Nachts sitzt nämlich der Teufel auf seinem Stein. Hier ruht er aus von seinem Tagesmühen und sinniert, was und wie er es anfangen soll mit seiner nächsten Bosheit. Hier schmiedet er seine Pläne. Und wehe dem, der ihn dabei stört ! Besonders wenn er ärgerlich ist, wenn es nicht so gegangen ist, wie er es eingefädelt hat.

Aus Wut und Ärger, gelegentlich auch nur aus Langeweile, drückt er mit seinem Daumen Löcher in den Stein. Einmal war er so voll Gift und Galle, dass er mit geballter Faust darauf schlug. Die Stelle kann man noch gut erkennen, die Knöcheleindrücke der 4 Finger, den großen Eindruck des abgespreizten Daumens und auch den der Handoberfläche.

Maiburg
Hexentanzplatz in der Maiburg

In der Maiburg befindet sich etwa einen halben Kilometer südlich von Dalum das "Hünengrab von Dalum". Dieses Großsteingrab hat eine stattliche Steinkammer von etwa 15m Länge, ist gut zu erreichen und liegt direkt neben der Straße. Im tieferen Wald liegt dagegen der Hexentanzplatz. Man ist sich hier nicht ganz einig, ob es sich um ein zerstörtes Großsteingrab handelt oder ob es nur natürliche liegengebliebene Findlinge sind. Zumindest will aber ein Wanderer aus Fürstenau im 19. Jahrhundert zur Walpurgisnacht dort noch den Hexensabbat erlebt haben. Der Hexentanzplatz ist durch Steinsetzungen mit dem "Deuvels Brotschapp" verbunden. Dieser 3 x 2m große Hünenstein, der zudem noch tief in der Erde steckt, wird wegen seiner Größe und der flachen Oberfläche als Opfer- oder Kultstein gedeutet. Auf der Vorderseite des Findlings befindet sich ein natürlicher Riss. Der Stein sieht so aus, als ob man ihn aufklappen könnte, daher rührt der Name "Teufels Brotschrank".

Deuvels Brotschapp

Der etwas weiter nordwestlich gelegene "Pfaohlenstein" liegt versteckt in einem Kiefernwald am Pfaohlenberg. Dieser Megalith war ursprünglich von einem Steinkreis kleinerer Steine umgeben, die jedoch abgefahren und für ein Kriegerdenkmal benutzt wurden. Der Pfaohlenstein wird als Kultstein gedeutet. In den "Merseburger Zaubersprüchen" (eine germanische Dichtung, die erst 1841 in Merseburg wiedergefunden wurden) wird der Gott Phol erwähnt, ein anderer Name für den germanischen Lichtgott Balder, dem Gott der Schönheit, Reinheit und Gerechtigkeit. Ein weiterer Hünenstein in der Maiburg ist der Teufelsstein. Auch hier wurde vermutet, dass es sich um den Rest eines Steingrabes gehandelt haben könnte.

Der Sage nach hat hier in Vollmondnächten ein starker schwarzer Rehbock, mit gewaltigem Gehörn, sein Unwesen getrieben und gewaltige Sprünge auf dem Stein vorgeführt. Ein wilder Jäger lauerte ihm in einer Mondnacht auf und schoss ihn. Darauf erscholl ein menschlicher Schrei, der Jäger floh nach dem Anblick des schaurigen Geschehens. Es lag da ein toter Bauer, der im Bund mit dem Teufel sich nachts (wie ein Werwolf) in den Bock verwandelte.

Der Teufelsstein begrenzt mit dem Pfaohlenstein und dem Deuvels Brotschapp das Banngebiet des Holenkerls. Der Holenkerl erwürgt jeden, der in sein Banngebiet "zu seiner Stunde" (damit ist Mitternacht gemeint) eindringt: Doch wehe, wenn seine Stunde gekommen ist und es lässt sich dann noch einer in seinem Banngebiet sehen! Den schnellsten Läufer holt er ein und holt ihn sich, oder er setzt sich ihm in den Nacken, drückt ihm die Luft ab oder drückt ihn mit seinem gewaltigen Gewicht in den Boden Die Megalithen in der Maiburg kann man während eines Spaziergangs reihum besuchen, es bietet sich an, einen Wanderparkplatz an der Maiburgstraße L102 (Schwagstorf - Bippen) anzusteuern. Rüsten Sie sich mit Kompass und Wanderkarte aus, damit Sie auch wirklich bis Mitternacht wieder an Ihrem Fahrzeug sind.

Steingräberweg Giersfeld, Westerholte
Näpfchenstein von Restrup

An 10 Stationen des 2,5 Kilometer langen Steingräberweges liegen neben 6 Großsteingräbern auch noch einige bronzezeitliche Hügelgräber. Die gute Beschilderung informiert jeweils über das Alter und die Bedeutung der Megalith- und Hügelgräber. Parkmöglichkeiten bestehen an einem Wanderparkplatz mit Schutzhütte, der auch gleichzeitig die Station 1 bildet. Auch auf dem Giersfeld ist eine Besonderheit zu finden. Das etwa 40m lange Großsteingrab Grumfeld-West weist, wie die Hekeser Steine, zwei Kammern auf. Grumfeld-West jedoch hat nur einen ovalen Steinkranz um beide Kammern. Der Steingräberweg liegt in Westerholte an der Verbindungsstraße von Ankum nach Ueffeln. Man folgt von hier entweder der Beschilderung "Steingräberweg" oder "Golfplatz", da sich einige Megalithen direkt am Golfplatz befinden.

Ueffeln

Das Großsteingrab auf dem Wiemelsberg gehört mit zu den beeindruckensten Anlagen im Osnabrücker Land. Die Kammer hat zwar nur eine Länge von knapp 10m, wird jedoch aus mächtigen Findlingen gebildet. In Ueffeln am Friedhof befindet sich Matthiesings Opferstein. Vielleicht handelt es sich auch hier um einen Rest von einem Großsteingrab. Diesen Findling wollte, der Sage nach, der Teufel gegen die Kirche von Ueffeln schleudern und sie zerstören. Die Macht des Teufels wurde aber dadurch gebrochen, dass stets zur Mitternacht der Hahn auf dem benachbarten Hof Matthiesing krähte. Der Stein dreht sich dann um seine eigene Achse.

Wiemelsberger Hünengrab in Ueffeln
Wallenhorst
Helmichsteine in Rulle

Auf dem Ruller Esch liegen die Helmichsteine. Dabei handelt es sich zwar um ein schwer zerstörtes Grab, aber die Anlage erscheint äußerst gepflegt und ist schon deshalb einen Besuch wert. Unter den Helmichsteinen soll Geva, die Frau vom Sachsenherzog Widukind, begraben sein. Beim Hexenstein an der Ruller Straße am Ortseingang von Alt-Wallenhorst war es Nachts nicht geheuer, der Spuk ging um. Anscheinend auch tagsüber. Beim Bau der B68 wurde dieser Hexentanzplatz 1966 unter 650 Kubikmeter Beton begraben, als beim Bau der Brücke die Verschalung nachgab. 1997 misslang die erste Bergungsaktion, die Baggerschaufel des 120 PS Baggers verbog sich und erst im dritten Anlauf konnte ein 80to-Krahn den Hexenstein bergen. Nun liegt dieser 25 Tonnen-Koloss direkt an einem Parkplatz neben der B68-Brücke.

Vehrte / Venne

Der weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes bekannte Süntelstein mit seiner Teufelsfratze liegt am Wittekinsdweg an der Venner Egge. Gut erreicht werden kann er vom Parkplatz "Süntelstein". (Achtung - diese Straße ist am Wochenende für Motorradfahrer gesperrt.) Wenn man nun dem Wittekindweg einfach Richtung Osten folgt, trifft man ein paar Minuten später auf den 3,7m hohen Süntelstein. Dieser Menhir soll noch Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem Steinkranz umgeben gewesen sein. Man vermutet, dass es sich bei dem Süntelstein um einen Kultstein aus der Jungsteinzeit handelt.

Süntelstein an der Venner Egge

Die Sage vom Süntelstein (nach J. Sudendorf, 1853)

Als die erste Kirche zu Venne gebaut wurde, da hauste noch der Teufel im Vehrter Bruche jenseits des Berges, wo der Teigtrog und der Backofen desselben bis auf den heutigen Tag zu sehen sind. Dem mißfiel sehr dies heilige Werk des Kirchenbaues. Um die Thür der Kirche zu sperren, holte er um die Mitternachtsstunde einen großen Granitblock, band eine dicke Kette kreuzweise herum und begann dann auf seinem Rücken ihn berganwärts zu schleppen. Der Stein war aber so schwer dass trotz seiner riesigen Stärke ihm doch recht höllisch heiß wurde. Manchmal blieb er stehen, um zu verschnaufen. Die Zeit verstrich inzwischen bis zum Grauen des Morgens. In dem Augenblicke, als er gerade oben am Berge ankam, schoß von Osten zu ihm herüber der erste Strahl der aufgehenden Sonne und ein wachsamer Hahn krähte vom Venner Thale herauf seinen Morgengruß. Da ging das nächtliche Walten des Teufels zu Ende. Wüthend erfasste er den Stein am Kopfe und stieß ihn mit aller Kraft in den harten Boden des Berges.

Seitdem hat der Teufel die Gegend verlassen. Der Stein steht noch auf derselben Stelle wo er in die Erde gestampft wurde; aber von dem gewaltigen Stoße hat er da, wo die Kette ihn umschloss, in der Mitte und von oben nach unten zwei durchgehende Risse bekommen. Auch sind die Spuren der Kette an den äußeren Rändern dieser Risse noch sichtbar, und an der nach Venne gekehrten Seite des Steins sieht man deutlich die Eindrücke von dem Körper des Teufels; denn die höllische Hitze seines Leibes hat den Granit geschmolzen, wo er ihn berührte. Seit jener Zeit dreht sich der Stein jeden Morgen zum ersten Strahle der aufgehenden Sonne drei Mal um seine Achse, und zum ewigen Gedächtnisse der Rettung der Venner Kirche durch die Sonne, welche das nächtliche Walten des Bösen vernichtet, wird er noch jetzt der Süntelstein genannt.

Etwas südlich vom Süntelstein liegen die beiden in der Sage erwähnten Großsteingräber Teufels Backofen und Teufels Teigtrog. Nur drei Kilometer weiter, an der Hünenburg nordöstlich des Süntelsteins findet man an der Straße von Borgwedde nach Schwagstorf drei stattliche Hünengräber, die Darpvenner Steine. Sie liegen jeweils rechts und links direkt an der Straße. Eine Parkmöglichkeit ist vorhanden. Folgt man der Straße weiter und biegt kurz vor Schwagstorf rechts ab, kommt man zum Großsteingrab Driehausen.

Belm

Im Gattberg in Belm liegt einer der größten Findlinge in der Umgebung. Der nahezu quadratische Butterstein wird auf 70 to Gewicht geschätzt. Seine Ausmaße sind etwa 3,4m x 3,4m und er ragt etwa 1,4m aus dem Boden. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich beim Butterstein um einen Opferstein handelte, wie man früher annahm.

Dem Teufel fehlte für die Zubereitung eines Festmahls Butter. So bat er eine vorüberkommende Marktfrau darum, von der ihrigen zu kosten. Im Verlauf des daraufhin entbrennenden handgreiflichen Streits über den Preis der Butter verwandelte der Teufel die Marktfrau und die Butter in Stein. An dem im Gattberg liegenden Findling erkennt man die Stelle, von der der Teufel gekostet hat.

Osnabrück

Neben den schon erwähnten Karlsteinen in Haste findet man im Piesberg die Johannissteine. Die Johannissteine sind eine natürliche Felsformation und sollen eine alte germanische Kultstätte sein, an denen die Sonnenwendfeiern abgehalten wurden. Die Sommersonnenwende, in der Regel am 21. Juni eines Jahres, wurde nach der Christianisierung am 24. Juni als Johannistag gefeiert, an dem die Johannisfeuer entzündet werden. Daher stammt auch der Name dieser Felsformation. Auf den Johannisteinen sind verschiedene Bohrungen, Näpfchen und ein eingemeißeltes Fußpaar zu finden. Sie sollen allesamt neuzeitliche Fälschungen sein. Trotzdem geht die Sage um, dass hier der Teufel gestanden haben soll und so seine Fußabdrücke hinterlassen habe. Direkt neben den Fußabdrücken ist eine Bohrung, dort soll der Stock des Teufels gewesen sein und ein paar Schritte weiter ist eine tellergroße Bohrung, dort soll der Schwefeleimer des Teufels gestanden haben. Heute sagt man, wenn man sich auf die Fußabdrücke der Johannissteine stellt, man zu besonderer Inspiration kommt.

Eine Gruppe von drei Hünengräbern findet man im Nettetal, die Östringer Steine. Im Ortsteil Gretesch liegen die beeindruckenden Teufelssteine und die Gretescher Steine. An der Verbindungsstraße von Gretesch nach Belm liegen die bekannten Sundermannsteine.

Sundermannsteine in Osnabrück-Gretesch

Die Hünen zu Haltern und Gretesch

Die Hünengräber in der Heide zu Haltern und bei Sundermann in Gretesch wurden in alter Zeit von Riesen bewohnt, die gute Nachbarschaft hielten und das Backen der Brote gemeinsam ausführten. Als eines Tages wieder in Gretesch gebacken werden sollte, standen beide Riesen am Teigtrog und kneteten eifrig am Teig. Der Hüne zu Gretesch unterbrach für einen kurzen Augenblick seine Arbeit und richtet sich empor, um sich ein wenig auszuruhen. Mit seinen nervigen Fäusten fasste er seine Kleider und rieb sie an seinem Körper, weil das Ungeziefer ihn allzu arg belästigte. Er rückte ihn so energisch zu Leibe, dass das Geräusch bis nach Haltern drang und auch von dem dortigen Riesen vernommen wurde. Dieser war noch in voller Tätigkeit und wenig erbaut über das Gehörte. Er nahm an, dass sein Nachbar die Arbeit beendet und soeben den Teigtrog in üblicher Weise mit dem sogenannten Schräpper gereinigt habe. Um nicht zu spät in Gretesch zu erschein en, fasste er kurzentschlossen seinen Trog und eilte mit der schweren Last in raschen Schritten nach dort.

Bissendorf
Jeggener Steine

Das Hünengrab in Haltern, die Slopsteene, haben eine gesamte Länge von etwa 13m. Das besondere an diesem Hünengrab ist, dass die Kammer trapezförmig angelegt wurde. Während das östliche Ende 3,80m breit ist, verjüngt sich die Kammer im Westen auf 1,30m.

Ein imposantes Großsteingrab sind die Jeggener Steine mit einer 17 x 3m langen Kammer.

Lotte

In direkter Nachbarschaft, in Wersen, an der Grenze zu Westerkappeln und unweit des Präriesees, liegt das größte Hünengrab Nordrhein-Westfalens, die Sloopsteine. 22 Trägersteine tragen mehrere große, zum Teil gekippte Decksteine und bilden zusammen die Kammer. Der äußere Steinring, den die restlichen Steine bilden, ist noch gut erhalten.

Das Ganggrab ist 23,5m lang und 7,5m breit. Von einer ehemals sehr großen Anzahl dieser Gräber in der Region (hier Westfalen) sind nur noch wenige erhalten.

Der Legende nach soll Herzog Widukind hier begraben sein.



Anfahrtbeschreibungen Stadt Osnabrück

Menhir auf der Felsrippe
52┬░ 19.078 N 8┬░ 01.126 E
Menhir  
Osnabr├╝ck
Der Piesberg liegt im Norden Osnabrücks. Parkgelegenheiten können in Osnabrück über den Fürstenauer Weg oder in Wallenhorst / Lechtingen über die Oldenburger Landstraße erreicht werden.
Etliche Parkplätze rund um den Piesberg stehen in Osnabrück und in Wallenhorst zur Verfügung. Einen Überblick kann man sich auf der herunterladbaren Broschüre Rundwanderweg Piesberg (www.osnabrueck.de/20970.asp) der Stadt Osnabrück verschaffen. Bei Veranstaltungen besteht auch eine Busverbindung zur Bushaltestelle "Ganz oben".
Karlsteine
Karlsteine
52┬░ 19.017 N 8┬░ 02.287 E
Hünengrab 909
Osnabr├╝ck, Haste
Bundesstraße 68 Osnabrück Richtung Bramsche, Wallenhorst. Am Stadtende nach rechts in die Oldenburger Landstraße Richtung Lechtingen. Kurz vor der B68-Brücke geht nach rechts ein Weg in den Wald.
Eine Parkgelegenheit besteht schräg gegenüber des Waldweges, direkt an der Brücke.
Oestringer Steine I
Oestringer Steine II
52┬░ 18.901 N 8┬░ 04.887 E
Hünengrab 913
Osnabr├╝ck, Nettetal
In Osnabrück Haste von der Bramscher Straße (B68) in die Bramstraße abbiegen. In einer Rechtskurve nach links in den Östringer Weg. Dem Östringer Weg ca. 1 km folgen, dann liegen die Östringer Steine direkt rechts an der Straße.
auf dem Seitenstreifen
Knollmeyers Mühle. Direkt an der Nette gegenüber der Wittekindsburg. Von den Östringer Steinen gleich links in die Straße "Im Nettetal" abbiegen. Nach ca. 500m liegt links ein Parkplatz.
Sundermannsteine
52┬░ 16.987 N 8┬░ 07.739 E
Hünengrab 921
Osnabr├╝ck
Direkt an der Belmer Straße, Verbindung zwischen Belm-Gretesch/Lüstringen. Von der Straße aus zu sehen.
Auf dem Seitenstreifen
Gretescher Steine
52┬░ 16.224 N 8┬░ 07.089 E
Hünengrab 920
Osnabr├╝ck, Gretesch
Von Osnabrück aus die Mindener Straße Richtung Bissendorf/Minden. Gut 700m hinter der Autobahnunterführung (A33) geht es links in die Gerhard-Schöller-Straße. Dort steht schon ein Hinweisschild. Nur ein paar Meter rechts der Straße.
Teufelssteine
52┬░ 15.914 N 8┬░ 06.473 E
Hünengrab 914
Osnabr├╝ck, Schinkel
Von Osnabrück aus die Mindener Straße Richtung Bissendorf/Minden. An der Autobahnauffahrt (A33) Richtung Bielefeld nach rechts in den Seilerweg und nach 100m nach links in den Heideweg. Unter der Autobahn durch, die nächste Straße rechts ist die Teufelsheide. Dort führt ein schmaler Weg in den Wald, nach ein paar Metern liegen die Teufelssteine.
Replik Zoo Osnabr├╝ck
52┬░ 15.026 N 8┬░ 04.182 E
Museum, Replika  
Osnabr├╝ck, Zoo
Osnabrück Richtung Bad Iburg (Bundesstr. 68, Iburger Straße). Den Hinweisschildern Zoo folgen.
Zooparkplatz
Zoogaststätte
Gro├čsteingrab Nahne
52┬░ 14.897 N 8┬░ 04.068 E
Hünengrab 919
Osnabr├╝ck, Klaus-Strick-Weg
In Osnabrück den Hinweisschildern "Zoo" folgen. Vom Zooparkplatz führt unterhalb des naturwissenschaftlichen Museums ein Fußweg zum Landkreisgebäude an einem Wäldchen vorbei. Hier erkennt man rechts das Kriegerdenkmal.
Parkplatz am Zoo. Am besten den untersten Parkplatz.

Anfahrtbeschreibungen Landkreis Osnabrück

Gro├čsteingrab B├Ârstel
52┬░ 38.383 N 7┬░ 41.316 E
Hünengrab 882
Berge, B├Ârstel, Herzlaker Stra├če
Von Grafeld Richtung Herzlake (Herzlaker Straße). Nach einer langen Rechtskurve hinter Grafeld rechts auf freiem Feld zwischen einer Gruppe Linden.
An der Herzlaker Straße noch vor dem Hünengrab ist rechts im Wald ein Wanderparkplatz.
In Börstel: Alte Stifts-Schänke (www.stifts-schaenke.de)
Hekese Grab A
Hekese Grab B
52┬░ 35.403 N 7┬░ 46.707 E
Hünengrab 884
Berge, Hekese, Restruper Stra├če
Von Kettenkamp Richtung Hekese, Restrup. Kurz vor der Einmündung auf die Restuper Straße auf der rechten Seite. Eine Treppe führt zu den Hünensteinen.
Aus Richtung Hekese bzw. Restrup ist an der Restuper Straße ein Hinweisschild "Hünengrab".
Parkstreifen direkt am Hünengrab.
Picknicktische am Hünengrab.
Gasthof "Zu den Hünensteinen". Am Ende der Dalumer Straße rechts in die Restruper Straße Richtung Hekese. In Hekese links in die Hekeser Straße. Linke Hand, Hekeser Straße 50.
H├╝nengrab Bockraden
52┬░ 35.233 N 7┬░ 48.127 E
Hünengrab 885
Eggerm├╝hlen, Bockraden, Friesenweg
Von Bockraden auf dem Friesenweg Richtung Hekese. Hinter Bockraden auf der rechten Seite. Hinweisschild folgen.
Restruper N├Ąpfchenstein
Restruper Gro├čsteingrab
52┬░ 34.476 N 7┬░ 46.495 E
Schalenstein  
Berge, Restrup, Bippener Stra├če
An der Bippener Straße (L73) von Ankum über Eggermühlen nach Bippen. Zwischen Bippen und Eggermühlen, hölzernes Hinweisschild auf der rechten Seite mit der Aufschrift "Näpfchenstein". Liegt direkt neben einem Bauernhof.
Pfaohlenstein
52┬░ 33.475 N 7┬░ 44.544 E
Steinkreis  
Bippen, Maiburgstra├če
An der Straße von Schwagstorf Richtung Bippen, Maiburg (L102, Maiburgstraße). Von Schwagstorf aus hinter dem Hofdiener Weg links im Wald am Feldrand. Es führt kein direkter Weg dorthin ...
Wanderparkplatz am Hofdiener Weg.
Teufelsstein
52┬░ 33.450 N 7┬░ 45.466 E
Findling  
Bippen, Klein Bokern, Hofdiener Weg
An der Straße von Schwagstorf Richtung Bippen, Maiburg (L102, Maiburgstraße). Am Hofdiener Weg (Sandpiste). Dort ist ein Wanderparkplatz mit Informationstafel vorhanden. Vom Parkplatz aus etwa 200-300m den Hofdiener Weg (Richtung Osten) entlang, an einer Kreuzung im Wald auf der rechten Seite.
Wanderparkplatz am Hofdiener Weg.
Hexentanzplatz
52┬░ 33.166 N 7┬░ 44.866 E
Hünengrab  
Bippen, Dalum, Maiburgstra├če
An der Straße von Schwagstorf Richtung Bippen, Maiburg (L102, Maiburgstraße). Vom Parkplatz aus die Maiburgstraße überqueren. Mitten im Wald an einem Waldweg, hinter der Fernmeldestation.
Wanderparkplatz am Hofdiener Weg.
Deuvels Brotschapp
52┬░ 33.066 N 7┬░ 44.899 E
Findling  
Bippen, Dalum, Maiburgstra├če
An der Straße von Schwagstorf Richtung Bippen, Maiburg (L102, Maiburgstraße). Vom Parkplatz aus die Maiburgstraße überqueren. Mitten im Wald an einem Waldweg, hinter der Fernmeldestation, 200m südlich des Hexentanzplatzes.
Wanderparkplatz am Hofdiener Weg.
Gro├čsteingrab Dalum
52┬░ 32.966 N 7┬░ 44.266 E
Hünengrab 887
Bippen, Dalum, Stellungsweg
Südöstlich von Dalum, am Beginn des Stellungsweg (Verbindung Dalum-Klein Bokern).
Auf dem Seitenstreifen
Steingrab Klein Bokern
52┬░ 32.333 N 7┬░ 45.649 E
Hünengrab 888
Bippen, Klein Bokern, Spartelsberg
Der L102 von Schwagstorf in Richtung Maiburg/Bippen. Im Ort Klein Bokern nach links in die Straße Spartelsberg abbiegen. Nach etwa 100m nach rechts dem Wanderweg bis zu Kuppe folgen, dann nach links und direkt auf das Großsteingrab zugehen.
Auf dem Seitenstreifen
Gro├čsteingrab Meyer
Gro├čsteingrab Reincke
Gro├čsteingrab Rickelmann II
Gro├čsteingrab Rickelmann I
Gro├čsteingrab Grumfeld-West
Gro├čsteingrab Grumfeld-Ost
52┬░ 29.516 N 7┬░ 52.983 E
Hünengrab 891
Ankum, Westerholte
Die L70 von Ueffeln Richtung Ankum. Etwa auf halben Weg in Westerholte rechts abbiegen. Der Beschilderung in Ankum bzw Ueffeln folgen (Steingräberweg, Golfclub).
Wanderparkplatz mit Schutzhütte direkt bei Großsteingrab Rickelmann I
Clubhaus: Artland Golfclub e.V. (www.artlandgolf.de)
Matthiesings Opferstein
52┬░ 27.10 N 7┬░ 52.60 E
Findling  
Bramsche, Ueffeln, In der Schneit
Im Ort, B218 (Dorfstraße) Richtung Lingen, die letzte Straße rechts. Direkt am Friedhof.
Am Friedhof
Wiemelsberger Steine
52┬░ 27.00 N 7┬░ 51.73 E
Hünengrab 897
Bramsche, Ueffeln, Bramsche, Ueffeln Steingr├Ąberweg
Im Ort die L70 (Neuenkirchener Allee) Richtung Ibbenbüren. Nach etwa 250m nach rechts in die Straße "Am Wiemelsberg", nach gut 100m wieder rechts in den "Steingräberweg". Nach etwa 400m über einen Waldweg (nach links, beschildert) zu erreichen.
Der Steingräberweg wird nach ein paar Metern zu einer Sandpiste. Parkmöglichkeit nur am Anfang des Steingräberwegs auf dem Seitenstreifen.
Gro├čsteingrab Lintern
52┬░ 26.49 N 7┬░ 52.07 E
Hünengrab 898
Neuenkirchen, Lintern, Ueffelner Stra├če
Von Ueffeln die L70 Richtung Ibbenbüren (Neuenkirchener Allee). Nach gut 1000m südlich der Straße (Ueffelner Straße)
Keine Parkmöglichkeit für PKW.
Horststeine
52┬░ 24.092 N 8┬░ 05.061 E
Hünengrab 899
Bramsche, Engter, Venner Stra├če
Von Bramsche die B218 Richtung Minden. Zwischen Engter und der Varusschlacht, nördlich der "Venner Straße", etwa in Höhe der abzweigenden Straße "Am Berge" (Zufaht zum Campingplatz Waldwinkel (www.campingplatz-waldwinkel.de) , Kalkriese).
Keine Parkmöglichkeit für PKW.
Landgasthof Zum alten Dreschhaus (www.campingplatz-waldwinkel.de/gastronomie)
Landgasthaus, Bauerncafe Varus-Deele (www.varusdeele.de)
Darpvenner Steine
Darpvenner Steine
Darpvenner Steine
52┬░ 22.086 N 8┬░ 10.912 E
Hünengrab 900
Ostercappeln, Darpvenne,

In Schwagstorf (B218) am Kreisel auf der Driehausener Straße Richtung Borgwedde. An der "Hünenburg" auf einer Hügelkuppe, rechts und links der Straße.

Aus Vehrte Richtung Schwagstorf. An der Abbiegung Driehauser Straße stehen Hinweisschilder "Hünengräber".

Parkbucht direkt an den Hünengräbern.
Richtung Vehrte, noch an der Driehauser Straße die Hinweisschilder beachten Bauernhofcafe Darpvenner Diele (www.darpvenner-diele.de)
Felsener Esch 2
Felsener Esch 1
52┬░ 21.948 N 8┬░ 13.047 E
Hünengrab 905
Ostercappeln, Schwagstorf, Hauptstra├če
Die B218 von Venne Richtung Minden. Hinter Schwagstorf etwa 100m nach der Abzweigung zum Kronensee auf der linken (östlichen) Seite.
Keine Parkmöglichkeit für PKW.
Gro├čsteingrab Driehausen
52┬░ 21.601 N 8┬░ 11.869 E
Hünengrab 903
Ostercappeln, Schwagstorf, Driehauser Feldweg
In Schwagstorf (B218) am Kreisel auf der Driehausener Straße Richtung Borgwedde. Nach etwa einem Kilometer links in die Driehauser Feldstraße. Nach ca. 500m liegt das Hünengrab rechts der Straße.
Auf dem Seitenstreifen
S├╝ntelstein
52┬░ 21.454 N 8┬░ 08.938 E
Menhir  
Belm, Vehrte, Power Weg
Den Power Weg von Belm (Vehrte) Richtung Venne. An der Venner Egge befindet sich der Wanderparkplatz Süntelstein. Von hier der rot-weißen Markierung des Wittekindweges Richtung Osten folgen (die Straße überqueren).
Wanderparkplatz "Süntelstein" an der Venner Egge
Teufels Teigtrog (Teufels Back
Teufels Backofen
52┬░ 21.002 N 8┬░ 09.561 E
Hünengrab 915
Belm, Vehrte, Wittekindsweg
Von der Bahnhofstraße (Hauptdurchgangsstraße Icker <> Ostercappeln) geht Richtung Bahnlinie (Norden) der Wittekindsweg ab. Bis fast zum Ende durchfahren, auf Hinweisschilder auf der rechten Seite achten.
Auf dem Seitenstreifen
Hexenstein
52┬░ 20.837 N 8┬░ 01.299 E
Findling  
Wallenhorst, Im Vogelpohle
An der L109 (Ruller Straße) von Wallenhorst Richtung Rulle / Ostercappeln. Am Ortsausgang direkt rechts nach der B68 Unterführung.
Parkplatz direkt am Hexenstein.
Gasthof Zur Post (www.gzp-wallenhorst.de)
Hollager Steine
52┬░ 20.418 N 7┬░ 59.557 E
Findling  
Wallenhorst, Hollage, Talstra├če
Von Wallenhorst Richtung Hollage, kurz hinter dem Ortsausgang, rechte Seite.
Keine Parkmöglichkeit für PKW.
Gasthof Zur Post (www.gzp-wallenhorst.de)
Helmichsteine
52┬░ 19.90 N 8┬░ 04.22 E
Hünengrab 908
Wallenhorst, Rulle, Im Esch
Wallenhorst Ortsteil Rulle, Ruller Esch
Auf dem Seitenstreifen
Gasthaus Lingemann (www.hotel-lingemann.de)
Der Butterstein
52┬░ 19.49 N 8┬░ 07.93 E
Findling  
Belm, Vehrte, Am Butterstein
Wanderparkplatz an der Icker Straße. Verbindungsstraße zwischen Icker und Belm, etwa auf der Hälfte der Strecke.
Johannissteine
52┬░ 19.383 N 8┬░ 1.200 E
Felsen  
Wallenhorst, Lechtingen, Lechtinger Stra├če
An der Nordseite des Piesbergs, im Wald, am Rundwanderweg.
Wanderparkplatz am Grubenweg in Lechtingen oder an der Lechtinger Straße (Verbindung OS-Pye <> Wallenhorst-Lechtingen)
Knieanbetungsstein
52┬░ 19.361 N 8┬░ 01.570 E
Schalenstein  
Wallenhorst, Grubenweg
Vom Wanderparkplatz ca. 400m den asphaltierten Weg in den Piesberg gehen. Kurz vor dem Wasserwerk, direkt an der Verzweigung "Rundwanderweg" / "Aussichtsplattform".
Wanderparkplatz am Grubenweg
D├╝bberort Grab I
D├╝bberort Grab II
Gro├čsteingrab Haltern
52┬░ 19.137 N 8┬░ 11.934 E
Hünengrab 906
Ostercappeln, D├╝bberort
Von der Bundesstraße 51 (Osnabrück => Diepholz) etwa in Höhe der Einmündung der L 109 (nach Wallenhorst, Engter) auf der gegenüberliegenden Seite in die Straße Haaren abbiegen. Nach ein paar Metern nach rechts in die Straße Oberhaaren. Dem Verlauf dieser Straße etwa 1 km folgen. Am Ende der Straße nach links (Dübberort). Nach etwa 500m, direkt nach dem Ende des Wäldchens, sieht man rechts, etwa 100m südlich der Straße, den mit Bäumen bewachsenen Grabhügel im Feld liegen, der über einen Ackerweg zu erreichen ist.
auf dem Seitenstreifen
Grambergen Opferstein
Gro├čsteingrab Grambergen
52┬░ 17.52 N 8┬░ 18.05 E
Findling  
Bissendorf, Deitinghausen, Roter Teichweg
Von Schledehausen Richtung Bad Essen Wehrendorf (L85, Bad Essener Straße). Nach etwa 3km in einer Linkskurve nach rechts in die Straße "In der Oberheide", dann nach ca. 500m nach rechts in den Roten Teichweg. Nach weiteren 1000m rechts am Straßenrand auf die Hinweisschilder achten.
Auf dem Seitenstreifen
Gro├čsteingrab Jeggen
52┬░ 16.523 N 8┬░ 12.057 E
Hünengrab 922
Bissendorf, Jeggen, Niederfeldweg
Von Osnabrück aus die Mindener Straße Richtung Minden fahren. Zwischen Jeggen und Wissingen nach links in den Hinterfeldweg (braunes Hinweisschild zum Hünengrab vorhanden). Nach ewta 600m auf der rechten Seite.
auf dem Seitenstreifen
Gro├čsteingrab Hilter
52┬░ 08.333 N 8┬░ 08.700 E
Hünengrab  
Hilter, Justus-Wesseler-Stra├če
Im Zentrum am Rathaus

Lexikon

Alignement (franz.) Drei oder mehr Menhire die in einer Reihe aufgestellt sind.
Allée Couverte (franz.) Galeriegrab. Rechteckige Anlage, kistenförmig, mit Eingang. In Deutschland in Südniedersachen, Westfalen und Hessen.
Anta Polygonale Dolmen mit meist nur einer Steinplatte in Portugal.  
Avenue Zwei Reihen stehender Steine. Führen meistens zu einem Steinkreis.  
Burial Mound (engl.) siehe Tumulus.
Cairn (engl.) Ein mit kleineren Bruchsteinen bedeckter Dolmen oder Tholos
capstone (engl.) Deckstein. Horizontaler Stein auf einem Trilithen.
Court Tomb Kammergrab mit oft trapezförmigem Cairn aus der Jungsteinzeit. Vorkommen in Irland und Schottland.  
Cromlech Cromlechs bestehen aus Menhiren, die in einem Halbkreis angeordnet sind und den Anfang und das Ende einer Alignment bilden. Im Keltischen bedeutet Cromlech krummer Stein bzw. Krummstein. Im Bretonischen erhält er die selbe Bedeutung durch die Herleitung von dem Wort Kramon = Krümmung und Lech = Stein oder Ort bzw. geborgener Ort. In Wales hat Cromlech die gleiche Bedeutung wie Dolmen
Deckstein Der horizontale (flache) Stein auf einem Dolmen oder Joch
Dolmen (bretonisch) Das Wort Dolmen setzt sich aus dem Wort Toal = Tisch und Men = Stein zusammen. Es bedeutet "Tisch aus Stein" und bezeichnet meist flache Bauwerke, die aus einer oder mehreren Steinplatten, die von Stützmenhiren getragen werden, bestehen.
Dolmen simple Eine Kammer bestehend aus ein oder zwei Jochen.
Dolmen a Couloir Eine Kammer mit einem zusätzlichen zuführenden Gang. Oft auch als Ganggrab oder Hünengrab bezeichnet.
Dolmen Coude Seltene Form des Dolmen a Couloir mit abgeknickten Gang
Dolmen Transepte Seltene Form desGanggrabes (Dolmen a Couloir) mit Gang Nebenräumen am Gang engl.: transepted gallery grave
Druiden-Altar Bezeichnung für Dolmen  
Emsländische Kammer Ganggrab mit ovaler Steineinfassung.
erweiterter Dolmen Eine Kammer bestehend aus zwei Jochen.
Ganggrab Geläufige Bezeichnung für einen Dolmen a Couloir.
Galeriegrab (franz Allée Couverte engl.: Gallerygrave.) Rechteckige Anlage, kistenförmig, mit Eingang. In Deutschland in Südniedersachen, Westfalen und Hessen.
Großdolmen Eine Kammer bestehend aus drei oder mehr Jochen.
Hinkelstein siehe Menhir
Hünenbett wie ein Ganggrab, aber mit einer wesentlich größeren vorwiegend rechteckigen Einfassung
Hünengrab siehe Ganggrab
Joch Zwei Wandsteine und ein Deckstein
Jungsteinzeit Neolithikum Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Beginn mit Hirten und Ackerbauern in Mitteleuropa um 6000 v.u.Z. bis etwa 1800 v.u.Z., danach Übergang in die Bronzezeit.
Keilgrab siehe Wedge Tomb  
Lintel (engl.) Horizontaler Stein auf einem Trilithen.
Megalith Großer Stein (griech. mega = groß und lithos = Stein) . Bauwerke, Monumente aus großen Steinen. Megalithbauten werden nach Form, Bauart und Aufgabe klassifiziert.
Megalithisches Yard Maßeinheit, entdeckt von Prof. Alexander Thom. Nach diesem Maß sollen viele Megalithbauten erstellt worden sein. Ein Megalithisches Yard (MY) enstpricht 82,9 cm.  
Menhir Langer Stein (bretonisch Men = Stein und Hir = lang). Bearbeiteter oder unbearbeiteter in vorgeschichtlicher Zeit in kultischer Funktion aufgestellter, aufrecht stehender Stein. Häufig auch Hinkelstein (Asterix & Obelix) genannt, was aus der Veralberung des Wortes Hünenstein zu Hühnerstein (plattdt.: Hinkelstein) enstand.
Monolith Ein einzelnstehender Menhir ist ein Monolith ( griech. : einzeln stehender Stein).
Outlier (engl.) "Ausreißer". Ein Stein, der in einiger Entfernung zu Steinkreisen oder Alignements steht, aber dennoch zu diesen Bauwerken gehört. Vermutlich zu astronomischen Beobachtungen. (Foresight, Backsight).
Passage Tomb (engl.) siehe Ganggrab  
Portalgrab (engl. Portal Tomb) Kammergrab mit bis zu 3,5m hohen Tragsteinen und einer riesigen Steinplatte mit leichter Neigung am Kammereingang. Vorkommen in Irland, Cornwall und Wales.  
Recumbent stone (engl.) "Liegender Stein". Ein Stein, der auf der Seite in Steinkreisen liegt, vermutlich zu astronomischen Beobachtungen. Kommt in Teilen von Irland und Schottland vor.
Recumbent Stone Circle Steinkreis mit einem liegenden Stein.
Schalenstein Näpfchenstein, cup-marked stone. Findling oder Felsen mit näpfchenartigen Vertiefungen. Bedeutung unbekannt; jedoch vielfältige Deutung, z.B.: Dorfplan, Sippenplan, astronomische Sternenkarte, Mahlstaub (Steinmehl) soll gegen Krankheiten helfen, Neutralisator gegen Strahlungsenergien (z.B. Erdstrahlung), Opferstein (Einbringen von Fetten, Ölen, Kräutern, ... in die Schälchen).
Seelenloch Bei sehr alten Häusern war das Seelenloch in der Stube oder im Schlafzimmer häufig unterhalb der Decke in Form eines viereckigen Loches (etwa 10x30cm). Bei einem Todesfall wurde es geöffnet und nach drei Tagen wieder verschlossen. So konnte die Seele ins Freie, eine Rückkehr sollte aber ausgeschlossen werden.

Auch bei einigen Bauformen der Megalithgräber gibt es so ein Seelenloch. Evtl. war es auch eine Öffnung für sterbliche Überreste oder Grabbeilagen.
 
Steinkreis Steinring, Steintanz. Aufrecht stehende Steine, die gewöhnlich in Kreisen, Ellipsen oder Ei-Form angelegt sind, die bestimmten Geometrien folgen - oder auch nicht.
Tholos Eine Kuppelkammer aus kleineren Bruchsteinen in Form eines Bienenkorbes. In Cairns oder Tumuli können anstatt eines Dolmen auch ein Tholos verborgen sein.
Trilith Ein Trilith ist ein Tor, das aus zwei Tragsteinen und einen querliegenden dritten Deckstein besteht. Die bekanntesten Trilithen sind in Stonhenge zu sehen.
Tumulus (lat.) mit Erde bedecktes Großsteingrab (ohne zuführenden Gang). Auch einfach nur Erdhügel über der megalithischen Anlage. Englisch Burial Mound.
upright Englischsprachige Verallgemeinerung für alle aufrecht stehenden Steine (z.B.: Wandsteine, Portalsteine, Schlusssteine)
Urdolmen Eine Kammer bestehend aus einem Joch.
Wedge Tomb (engl.), Keilgrab, Galeriegrab mit abnehmender Höhe von West nach Ost. Eingang im Osten. Bauform der späteren Jungsteinzeit, besonders in Irland.  


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