stonepages.de
 
stonepages.de

» Home
» Druckansicht


Megalithen
» Die Megalithen
» Galerie
» nach Orten
» nach Typ
» nach GPS
» Topliste
» Karte
» Thumbnails
» Deutschland
» Straße der
   Megalithkultur

Informationen
» Einführung
» Nutzung
» Errichtung
» Bauweise
» Grabbeilagen
» Die Erbauer
» Glossar
» über Findlinge
» Vandalismus
» Sagen
» Leylinien
» Links I
» Links II
» Literatur

Teufelsstein und
Hexentanzplatz
» Online
» Downloads

English
» Overview

Der bewegte Stein
» Übersicht
» Problemstellung
» Steingräber
» Voraussetzungen
» Versuchsanlage
» Ergänzungen
» Versuche
» Lederseile
» Zugfestigkeit
» Erkenntnisse
» Literatur
» Danksagung
» Links

Über
» Neues
» Statistik
» Impressum


01-Sep-1999
www.digits.com
digits.com

eXTReMe Tracker


Der bewegte Stein - von Katharina Albers und Daniela Vieth

Steingräber im südlichen Emsland. Was weiß man darüber?

Die Großsteingräber dienten als Bestattungsstätte. Sie werden zeitlich in die Jungsteinzeit (4000 v. Chr. bis ca. 1700 v. Chr.) eingeordnet und gehören zu den sogenannten Megalithbauten. Das Wort Megalith Definition kommt aus dem Griechischen (mega = groß und lithos = Stein). Die besonderen Merkmale der Megalithbauten und somit auch der Großsteingräber sind die großen, unbearbeiteten und aufrecht gestellten Steine. Großsteingräber gab es in allen Kulturen. In Europa findet man sie im Gebiet vom Mittelmeerraum bis nach Skandinavien, wobei sie hauptsächlich in Küstenregionen vorkommen. Viele der Steingräber sind in der Vergangenheit zerstört worden, deshalb kann ihre Zahl nur ungefähr geschätzt werden.

Es gibt verschiedene Arten von Steingräbern. In Nordwestdeutschland sind hauptsächlich die Ganggräber zu finden. Sie haben in der Regel mehr als zwei Decksteine Definition . Die Länge der Kammer ist variabel, die Breite hingegen fast immer gleich. Sie schwankt zwischen zwei und drei Metern. Der Eingang ist überwiegend kurz und liegt meist auf der Südseite.

Kammern mit vier Decksteinen Definition sind sowohl im südlichen Oldenburg und im Osnabrücker Raum als auch im Emsland auf dem Hümling zu finden. Sie liegen unter einem Erdhügel interner Link oder in einer rechtwinkligen oder ovalen Umwallungsanlage. Diese Umwallungsanlagen sind manchmal um ein Vielfaches größer als die Kammer selbst. Beispiele hierfür sind die Visbecker Braut und der Bräutigam bei Engelmannsbäke. Die Anlage des Visbecker Bräutigams hat eine Länge von 104 Metern, die Kammer jedoch nimmt nur 7 Meter davon ein.

Im Laufe der Zeit kamen mehr und mehr Theorien über die Art des Bauens von Steingräbern auf, die immer wieder widerlegt wurden. Zum Beispiel glaubte der dänische Geschichtsschreiber Saxo Gramaticus ernsthaft, dass Riesen diese mächtigen Gräber erschaffen hätten. Deshalb nannte er sie auch Hünengräber (Hünen entspricht Riesen).

Eine andere Erklärung scheint uns eher plausibel: Sie geht davon aus, dass dem Bau der Steingräber eine technische und soziale Umwälzung vorausging. Sie erlaubte den damaligen Menschen, in ausreichendem Maße Nahrung zu beschaffen bzw. zu produzieren und zu lagern, so dass ihnen Zeit blieb, Aufgaben nachzugehen, die nicht mit der Nahrungsbeschaffung zu tun hatten. Dies ermöglichte wiederum die Bildung einer gut organisierten und effizient arbeitenden sozialen Struktur.

Wie und warum man zum Bau der Gräber kam, lässt sich allerdings noch nicht sicher beantworten. Genauso lässt sich aus heutiger Sicht noch nicht beantworten, mit welcher Technik, in welcher Zeit und mit wie vielen Menschen der Bau eines Steingrabs bewältigt wurde. Wir wollen uns nicht an derartigen Spekulationen beteiligen, sondern nur eine Möglichkeit aufzeigen, wie man schwere Steine mit relativ einfachen Mitteln über den emsländischen Boden bewegen kann.


weiter zu Notwendige Voraussetzungen für den Transport schwerer und unbearbeiteter Steine




 Seitenanfang


Copyright © 1999, 2021 Mario H. Fietz - Email : Email-Adresse