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Hünensteinfest

Emsland Niedersachsen
Saller See, 1./2. September 2001  

Museum, Replika Museum, Replika
 
GPS Koordinaten 52° 31.563' N
7° 32.370' E
 
nächster Ort Saller See
 
Menschen mit Behinderung barrierefrei für Rollstuhlfahrer
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Abbildung zu Hünensteinfest


Experiment

In Freren (Emsland) am Saller See wurden 1999 und 2000 Experimente zum Transport von Hünensteinen durchgeführt. Es sollte die Frage geklärt werden, wie die tonnenschweren Steine bewegt wurden. Das erste Experiment misslang zwar, gibt aber wenigstens Aufschlüsse darüber, wie die Steine nicht transportiert wurden: Es wurde versucht, einen 8t schweren Findling über gefrorenen Boden, Eis und Schnee zu transportieren. Jedoch drückte der Findling aufgrund seines Gewichtes zu sehr in den Boden, sodass jede kleine Bodenunebenheit zum unüberwindbaren Hindernis wurde. Das Experiment wurde daraufhin beendet.


Souvenir vom Saller See:
Ein "Steinzeit-Euro"

Im 2000er Experiment wurde eine 5,6t schwere Last auf Rollholzern bewegt. Mit einem Hebelarm sollte der Start erleichtert und dann die Vorwärtsbewegung auf den Holzrollen durchgeführt werden. Es waren 10 Personen notwendig, um die das Startgewicht von 600kg in Bewegung zu bringen, war die Last am Rollen, wurden für den Kraftaufwand von 350kg 6 Personen benötigt.

Der Aufbau zum Transport dieser Last war sehr aufwendig; denn die Rollhölzer mussten genau parallel laufen, ebenfalls in den Kurven. Die Schienen müssen höhengleich sein. Auch wurde ein Schlitten benötigt, auf dem die Last ruht. Der Kraftaufwand zur Überwindung der Ruheposition und der Rollwiderstand waren höher als berechnet.

Quellen:
Broschüre "Der bewegte Stein", Hermann Büscher, Frank Makowski, 2000
Lingener Tagespost, 17. Mai 2000
Internet: Freren externer Link


Abbildung zu Hünensteinfest

Nach den vergangenen missglückten Versuchen in 1999 und 2000, einen Findling interner Link zu transportieren, wurde ein erneuter Versuch am Saller See (Freren) angepeilt. Unter Zuspruch vieler Zuschauer, Honoratioren aus Politik und Wirtschaft, wurde das erste Hünensteinfest ausgerichtet.

Abbildung zu Hünensteinfest

Ein etwa 10 to schwerer Findling ruht auf einem Schlitten. Unter diesem Schlitten sind Rollen (Rundhölzer) die auf "Schienen" laufen. 32 Zugseile sind am Schlitten befestigt.

Abbildung zu Hünensteinfest

Der Transport des Findlings sollte als "Wettstreit" zwischen Politikern der Region und Mitgliedern eines Vereins für historische Fahrzeuge durchgeführt werden. Sollte der Versuch glücken, würde ab 2002 ein regelmäßiger Wettstreit zwischen Vereinen und Gruppen beim "Hünensteintransport" ausgerichtet.

Abbildung zu Hünensteinfest

Unter kräftigen "Hau Ruck" Anfeuerungen kam der Findling dann aber schnell auf eine so hohe Geschwindigkeit, dass die Freiwillige Feuerwehr Lengerich sich mit dem Nachlegen der Laufrollen sputen musste.

Abbildung zu Hünensteinfest

Nach 19 Sekunden war das Ende Bahn schon erreicht!

Abbildung zu Hünensteinfest

Der Rücktransport lief dann weniger erfolgreich, weil der Findling von der Bahn lief. Dennoch wurde ein salomonisches Urteil gesprochen: Unentschieden zwischen den wettstreitenden Gruppen.

Abbildung zu Hünensteinfest

Architekt Hermann Büscher aus Lingen. Organisator des Hünensteinfestes. Nach dem geglückten Versuch wird 2002 das nächste Hünensteinfest mit Wettkämpfen ausgerichtet. Es wurde auch angekündigt, dass ein Hünengrab Definition mit steinzeitlichen Methoden errichtet werden soll.


Freren Hünensteinfest Radberg Thuine Landkarte zu Hünensteinfest
    Wettervorhersage für DEPLZ,49832,2 freren

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Anfahrt

Von Fürstenau oder Freren (B214) aus Richtung Lengerich, Hinweisschilder "Saller See" beachten.
reichlich Parkplätze vor Ort.
Hotel Saller See externer Link
Alle vorhandenen Anfahrtbeschreibungen für Emsland

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